» Startseite

Amt Lenzen
» Wahlen
» Rathaus
» Geschichte
» Stadtlexikon

Tourismus
» Touristeninfo
» Sehenswürdigkeiten
» Rudower See
» Stadtplan
» Stadtführer
» Radfahren
» Unterkünfte
» Restaurants/Hotels

Kultur
» Veranstaltungen
» Tourenplan
» Vereine

Wirtschaft & Soziales
» Soziales/Ärzte
» Gewerbe
» Gijsels van Lier
Grundschule

Kontakt
» Links
» Kontaktformular
» Impressum



 


 ..: Die Uhr mit dem Einzeigerzifferblatt :..
Die Uhr mit dem Einzeigerzifferblatt am Rathausturm zu Lenzen (Elbe)

Das Uhrwerk befindet sich im Rathaus von Lenzen, welches nach einem großen Stadtbrand im Jahre 1703 dann 1713 wieder aufgebaut wurde. Vermutlich aus dieser Zeit stammt auch das Uhrwerk im Turm, denn aus verschiedenen Merkmalen der Uhr schätzt man, dass sie Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut wurde mit einigen späteren Umbauten. Hersteller und Baujahr sind unbekannt.© Margit Hülsebeck Zwei Zifferblätter am Turm zeigen heute wie früher jeweils nach Süden und Norden mit nur einem Zeiger die Zeit. Es handelt sich um ein schmiedeeisernes Uhrwerk in den Maßen von 110/ 68/ 55 (L/ H/ T in cm). Die Räder der Uhr sind wie alles geschmiedet und überhaupt ist sie nur von Splinten zusammengehalten. Die früheren Holzzifferblätter fehlten und das Uhrwerk stand Jahrzehnte still. Der Hobby-„Uhrmacher" Herr Alfred Jahnke hat es mühevoll in ungezählten Stunden im Zeitraum von 1994 bis zur Komplettierung mit den Zifferblättern im Jahre 2000 restauriert. In 17 Meter Höhe strahlen nun wieder zwei neue Zifferblätter in den Maßen 90 mal 90 cm und das Uhrwerk gibt den Stundenschlag. Auf die offenbar letzte Restaurierung der Einzeigeruhr im 19. Jahrhundert weist eine Aufschrift auf der Messingscheibe des Zeigerantriebes hin, die das Jahr 1832 und den Namen des Uhrmachers D.F. Wilke preisgibt. Dieses Messingrad bringt zum Ausdruck, dass der Zeigerantrieb vermutlich später nachgerüstet wurde. Der Aufzug der Gewichte erfolgte ursprünglich über Kurbeln. Zwei zeitlich elektronisch gesteuerte Motoren ziehen nun in bestimmten Abständen die Gewichte für den Zeigerantrieb und für das Geläut hoch, weil diese innerhalb von 12 Stunden bereits abgelaufen sind und heutzutage niemand da wäre sie auf zu ziehen. Dieses ist eine Alternative zum täglich zweimaligen manuellen Hochziehen der Gewichte.© Margit Hülsebeck Die Hemmung der Uhr erfolgt mittels Haken, der Unterbau der Uhr besteht aus Holz. Neben der mechanischen Turmuhr gibt es am Rathaus noch eine Sonnenuhr. Eine Inschrifttafel an der Rathausfassade weist auf „Die Uhr mit dem einem Zeiger" hin. Sie gibt Auskunft darüber, dass im 18. Jahrhundert die Menschen mit einer Genauigkeit im Stundenmaß zufrieden waren und stellt gleichzeitig die Frage, ob Menschen irgendwann die Zeit wieder so mit Muße betrachten, dass Ihnen das Wissen um die volle Stunde reicht.

Margit Hülsebeck
    ..:© 2004-2007 by Marcel Bartoschewitz - MaBa Webdesign •  maba@lenzenelbe.de :..